Ein Firmenvideo ist nur für grosse Unternehmen leistbar? Was Recruiting- und Employer-Branding-Videos wirklich kosten
Der Mythos hält viele KMU vom Firmenvideo ab: zu teuer, nur für Grosse. Wir zeigen, wovon die Kosten für Recruiting- und Employer-Branding-Videos wirklich abhängen.
Ein Video? Das können wir uns nicht leisten, das ist eher was für die Grossen.
Diesen Satz höre ich von Schweizer KMU öfter, als man denken würde – meistens gerade dann, wenn ein Video eigentlich am meisten bringen würde: bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden. Dabei ist die Vorstellung, ein Firmenvideo sei nur für Konzerne mit grossem Marketingbudget machbar, in den allermeisten Fällen ein Mythos, der KMU vor allem eines kostet: Bewerbungen, die sie mit einem authentischen Recruiting- oder Employer-Branding-Video gewonnen hätten.
Das Problem: Zwei Einwände, die KMU vom Firmenvideo abhalten
Der erste Einwand ist der Kosten-Mythos: die Annahme, ein Firmenvideo starte preislich erst dort, wo grosse Unternehmen mit eigenen Marketingabteilungen budgetieren. Der zweite, oft unterschätzte Einwand ist ein menschlicher: Viele Teams sind schlicht kamerascheu, und die Sorge, dass ein Dreh den Betriebsablauf stört oder Mitarbeitende sich unwohl fühlen, hält Verantwortliche zusätzlich zurück. Beide Einwände zusammen führen dazu, dass viele KMU ein Video gar nicht erst anfragen – und damit oft auf das wirkungsvollste Mittel verzichten, um im Recruiting sichtbar zu werden.
Die Realität: Was ein Recruiting- oder Employer-Branding-Video tatsächlich kostet
Der Preis für ein Firmenvideo hängt nicht von der Unternehmensgrösse ab, sondern von ganz konkreten Faktoren: der Länge des Videos, der Anzahl Drehtage, und wie viele Schnittfassungen ihr am Ende braucht (zum Beispiel eine Hauptfassung fürs Recruiting plus eine kürzere 9:16-Version für Social Media). Gerade bei Recruiting-Videos bewegen sich die Kosten oft deutlich unter dem, was viele KMU vermuten – eine konkrete Übersicht mit realistischen Preisrahmen für die Schweiz findet ihr im Artikel Was kostet ein Recruiting-Video für dein Schweizer KMU?. Wer stattdessen ein klassisches Imagevideo plant, findet die entsprechende Preiseinordnung im Artikel Was kostet ein Imagefilm für dein KMU?.
Praxisbeispiel: Wie gezielter Content mehr Bewerbungen bringt
Dass Employer-Branding-Content gerade für kleinere und mittlere Betriebe einen spürbaren Unterschied machen kann, zeigt das Beispiel Frienisberg: Mit gezieltem Employer-Branding-Content ist es gelungen, im hart umkämpften Markt für Pflegefachkräfte sichtbarer zu werden. Wie das im Detail aussah, ist im Artikel Employer Branding Frienisberg: Magnet für Pflegefachkräfte nachzulesen.
Und wenn das Team kamerascheu ist?
Der zweite Einwand lässt sich in der Praxis meist einfacher lösen, als viele erwarten: Es braucht keine gestellten Interviewsituationen mit Teleprompter. Oft entstehen die stärksten Aufnahmen dort, wo Mitarbeitende einfach bei ihrer normalen Arbeit gezeigt werden, statt in eine ungewohnte Vor-der-Kamera-Rolle
gedrängt zu werden. Das reduziert nicht nur die Nervosität im Team, sondern wirkt für Bewerbende am Ende auch glaubwürdiger als ein durchinszenierter Werbespot. Mehr zum Vorgehen bei Employer-Branding-Foto- und Videoprojekten findet ihr auf der Seite Employer Branding Foto und Video.
Häufige Fragen zu Firmenvideo-Kosten im Recruiting
Ist ein Firmenvideo wirklich nur für grosse Unternehmen leistbar?+
Nein. Die Kosten hängen von Länge, Drehtagen und Anzahl Schnittfassungen ab, nicht von der Unternehmensgrösse. Gerade Recruiting-Videos liegen preislich oft deutlich unter dem, was KMU erwarten – siehe Was kostet ein Recruiting-Video für dein Schweizer KMU?
Was kostet ein Employer-Branding-Video konkret?+
Das hängt wie bei jedem Firmenvideo von Umfang und Schnittfassungen ab. Eine realistische Preisorientierung für den nahe verwandten Fall des Recruiting-Videos gibt der Artikel Was kostet ein Recruiting-Video für dein Schweizer KMU?; für ein klassisches Imagevideo lohnt sich zusätzlich ein Blick in Was kostet ein Imagefilm für dein KMU?.
Was, wenn unsere Mitarbeitenden ungern vor die Kamera stehen?+
Das lässt sich meist lösen, indem Mitarbeitende bei ihrer normalen Arbeit gezeigt werden statt in gestellten Interviewsituationen. Das wirkt oft authentischer und ist für die Beteiligten deutlich angenehmer.
Reicht ein kurzes Video oder brauchen wir eine grosse Produktion?+
Das kommt auf euer Ziel an. Für Recruiting reicht oft ein kurzes, fokussiertes Video von ein bis zwei Minuten plus einer Social-Media-Kurzfassung – eine aufwändige Multi-Location-Produktion ist meistens gar nicht nötig.
Lohnt sich ein Firmenvideo für uns als kleineres KMU überhaupt?+
Ja, oft sogar besonders: Kleinere Betriebe können mit einem authentischen Video gerade im Recruiting stärker aus der Masse an Stellenanzeigen herausstechen als mit reinem Text – wie das Beispiel Frienisberg zeigt.
Lust, den Kosten-Mythos für dein Unternehmen konkret zu klären?
Schreib mir kurz, wofür ihr das Video braucht – Recruiting, Employer Branding oder Imagefilm – und wie gross euer Team ist, dann sag ich dir ehrlich, mit welchem Rahmen ihr rechnen könnt.